Was kostet eine Website für Einzelunternehmer wirklich?
Von 0-€-Baukasten bis 10.000-€-Agentur — eine ehrliche Einordnung, was eine Website kostet, was den Preis treibt und wann sich ein Festpreis lohnt.
„Was kostet denn so eine Website?" — die häufigste Frage im Erstgespräch. Und die ehrlichste Antwort lautet zunächst: Es kommt darauf an. Aber „es kommt darauf an" hilft niemandem weiter. Also hier die konkreten Spannen, was sie treibt und worauf du achten solltest.
Die vier realistischen Preisstufen
Für Einzelunternehmer und kleine Selbstständige gibt es im Markt grob vier Wege — mit sehr unterschiedlichen Folgekosten:
- Baukasten in Eigenregie (0–30 €/Monat): Wix, Jimdo & Co. Günstig im Einstieg, aber du baust selbst. Die Zeit, die du investierst, fehlt im Tagesgeschäft — und das Ergebnis sieht selten nach dir aus.
- Freelancer nach Aufwand (1.500–4.000 €): Solide, wenn die Person gut ist. Risiko: offene Stundenabrechnung, unklarer Endpreis, mal länger nicht erreichbar.
- Festpreis-Studio (ab ~500 € bis ~3.000 €): Klar definierter Umfang, fester Preis, ein direkter Ansprechpartner. Du weißt vorher, was du bekommst.
- Klassische Agentur (5.000–15.000 €+): Viel Struktur, viele Zwischenebenen — und dieser Overhead landet auf deiner Rechnung.
Was den Preis wirklich treibt
Der Preis hängt selten an „mehr Design", sondern fast immer an diesen Punkten:
- Umfang: Eine Landingpage ist kein 12-Seiten-Auftritt mit Blog und Buchungssystem.
- Individualität: Vorlage anpassen ist günstiger als von Grund auf gestalten.
- Funktionen: Kontaktformular ja — Online-Shop, Login-Bereich oder Mehrsprachigkeit kosten extra.
- Inhalte: Liegen Texte und Bilder bereit, geht es schneller. Müssen sie erst entstehen, kostet das Zeit.
Faustregel: Nicht der schönste Pixel ist teuer, sondern unklarer Umfang. Wer vorher sauber definiert, was gebaut wird, zahlt am Ende weniger.
Warum „günstig" nicht „billig" heißen muss
Ein niedriger Preis entsteht nicht durch schlechtere Arbeit, sondern durch weniger Overhead. Keine Agentur-Etagen, keine Zwischenebenen, keine Vertriebsabteilung, die mitfinanziert werden will — nur Entwickler, gute Werkzeuge und ein klarer Prozess. Was an Struktur gespart wird, landet beim Preis.
Entscheidend ist, dass der Preis fest ist. Ein Festpreis zwingt zu Klarheit: Umfang, Ergebnis und Kosten stehen vor dem ersten Klick fest. Keine Überraschung auf der Schlussrechnung.
Was du konkret tun kannst
Bevor du irgendwo anfragst, halte drei Dinge fest: Was soll die Seite erreichen (Anfragen? Termine? Verkäufe?), welche Seiten brauchst du wirklich, und welche Inhalte hast du schon. Damit bekommst du überall ein faires, vergleichbares Angebot.
Wenn du sehen willst, was dein Projekt zum Festpreis kostet, gibt der Preis-Konfigurator in zwei Minuten eine ehrliche Hausnummer — ohne dass du ein Formular ausfüllen musst.